Kassel braucht starke Anreize: Einzelhandelsverband fordert Fortführung der Gebührenbefreiung für E-Fahrzeuge über 2026 hinaus
Kassel, 21.10.2026 – Der Einzelhandelsverband Hessen-Nord e. V. spricht sich entschieden dafür aus, die Gebührenbefreiung für Elektrofahrzeuge in Kassel über den 31. Dezember 2026 hinaus fortzuführen. Der Verband warnt davor, bewährte Anreize für klimafreundliche Mobilität vorzeitig aufzugeben, und fordert zugleich pragmatische Lösungen beim Parkraum für Beschäftigte.
Die Zukunft des gebührenfreien Parkens für E-Fahrzeuge wird derzeit in der Kasseler Stadtpolitik diskutiert – unter anderem über Anträge der Grünen zur Verlängerung und Anfragen der CDU. Da die aktuelle Regelung zum Jahresende ausläuft, pocht der Einzelhandelsverband auf Planungssicherheit.
„Wenn Kassel Elektromobilität fördern und die Innenstadt zukunftsfähig gestalten möchte, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen“, betont Patrick Peckmann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Hessen Nord. Die Gebührenbefreiung sei ein zentraler Anreiz, der nicht leichtfertig abgeschafft werden dürfe. Klimaschutz, moderne Ladeinfrastruktur – wie etwa die neu erprobten Ladebordsteine – und die wirtschaftliche Attraktivität der Innenstadt müssten Hand in Hand gehen.
Blickpunkt Beschäftigte: Bezahlbare Parklösungen gefordert
Neben der E-Auto-Frage verweist der Verband auf die Belastungen durch die ausgeweitete Parkraumbewirtschaftung, insbesondere im Vorderen Westen. Da dauerhaft anmietbare Stellplätze Mangelware und für Beschäftigte oft unbezahlbar sind, wirbt der Verband für ein unbürokratisches Parkausweismodell für Gewerbetreibende und Arbeitnehmer nach dem Vorbild des Bewohnerparkens.
„Eine attraktive Stadt braucht ein vielfältiges Handelsangebot, eine zukunftsfähige Mobilität und gute Bedingungen für die Menschen, die hier arbeiten. Wir appellieren an die Politik, die Gebührenbefreiung für E-Fahrzeuge zu verlängern und gemeinsam tragfähige Lösungen für den Handel zu finden“, so Patrick Peckmann abschließend.
